1. Februar: Der ganz(!) große Strand

Auf diesen Tag habe ich mich ganz besonders gefreut: Hohlebbe an der Praia Grande – und das noch bei einer knalligen, fast unwirklich guten Sicht. Waaaah! Springtide heisst hier: 3,75m(!) Tidenhub – doppelt soviel wie auf Sylt..:

Nur bei Springtiden-Hochwasser wird die Sandbarre zu einer Brackwasser-Lagune hinter den Dünen überspült. Diese wird vornehmlich aus den Hügeln des Hinterlands gespeist, bekommt aber an solchen Tagen mal ganz schnell ein paar tausend Kubikmeter Salzwasser einverleibt. Ein toll gebauter Steg von über einem Kilometer Länge führt durch das Naturschutzgebiet. Solche gewaltigen Binsen habe ich noch nie gesehen:

Die Dünen, die die Lagune vom Meer abgrenzen, zeigen sich recht karg, duften aber total würzig. Ich behaupte, die Algarve auch mit verbundenen Augen zu erkennen:

Nach 2,5-stündiger Wanderung erreiche ich gegen 12:30 Uhr Armação de Pêra. Die Wintersonne knallt und der Blogger-Magen hängt auf Halbmast – da lädt ein Restaurant unter einer Zeltplane zum Prato do dia: Lulinhas com batatas fritas! Kleine Tintenfische mit Pommes – erstere schwimmen in einwandfreiem portugiesischen Olivenöl, zusammen mit Knoblauchscheibchen…. Leben, kannst Du brutal sein!

Danach bin ich bettreif. Wie immer in dieser Wanderwoche habe ich morgens übers Internet ein Hotel vorgebucht, in diesem Falle das Hotel VIKING in Porches, gleich am Ortsausgang von Armação de Pêra. Die Rezeptionistin begreift, dass die Lage ernst ist – und lässt mich schon vorzeitig einchecken. Die Algarve-Möwen sind ebenfalls begeistert, und zwar von dem ungechlorten Salzwasser-Pool des Hauses:

Gegen 15:30 Uhr erwache ich aus dem Lulinha-Koma. Zeit für einen kurzen Erkundungs-Bummel. Mein Hotel mit Küstenblick zurück nach Armação:

Mein Lieblings-Foto des Tages, die Kapelle Nossa Senhora da Rocha:

Die Möwen sind gut drauf – müssen nah verwandt mit unseren Silbermöwen sein:

Als ich in den späten 1990ern das letzte Mal hier war, mit meinem VW-Bus, grünte hier noch eine Wiese:

Dafür blühen hier jetzt noch jede Menge Mandelbäume:

Mit Grüßen aus der Hotel-Bar wünsche ich einen schönen Abend!

Kommentare (5)

  1. Sooooooo schön dort! Herrliche Impressionen

  2. Ich! Will! Da! Hin!

    • Hans Jessel

      Tolle Kinderstrände! Aber badetauglich erst ab frühestens Ostern… Mai/Juni ideal!

  3. Beim Anblick der Fotos fühle ich mich tatsächlich urlaubsreif…….

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