10. Februar: Grauer Tag, was tun!?

Bestes Wetter für den Kochherd: Wir bekommen Besuch von Freunden, und nach einer Anfrage, ob „Meeresfrüchte“ o.k. wären, entscheide ich mich nochmals für eine PAELLA. Das Rezept hatte ich letztes Mal verschwiegen.

Eine Freundin aus dem Andalusischen bekochte mich einst mit der besten Paella dieser Welt – dafür ackerte sie aber auch viele, viele Stunden mit einer mordsmäßigen Paellapfanne in der Küche ˋrum. Eine Ausdauer, die ich heute nicht beweisen möchte.

Ich koche heute ein Rezept, das – für mitteleuropäische Küchenutensilien – besser geeignet ist. Ein großer Topf oder ein Bräter genügen.

Für 4 Personen backe ich bereits nachmittags ein „Pain de la Cocotte“ – das Rezept findet Ihr bereits in diesem Blog:

Ca. eine Stunde, bevor die Gäste kommen, brate ich 4 Bio-Hähnchenschenkel (gesalzen, gepfeffert und mit süßem Paprika bestreut), jeweils Ober- und Unterschenkel getrennt, in einem Bräter scharf in Olivenöl an und stelle diese im Anschluss beiseite:

In einem zweiten Topf erhitze ich ein Liter Geflügelfond, in den ich 0,1 gr. Safran gebe.

Nach dem Herausnehmen der Schenkel schwitze ich in dem Bräter zwei Zwiebeln und drei Knoblauchzehen an, gebe dann 280 gr. Paella-Rundkornreis dazu…Fallerie & Fallera:

… außerdem eine Zimtstange, eine getrocknete Chilischote – und Pimentón, spanischen geräucherten Paprika:

Wunderbare Gerüche steigen auf, wenn ich nach einigen Minuten etwa 100ml Weißwein und zwei Zweige Rosmarin darüber gebe, und noch bessere Düfte kommen aus dem zweiten Topf, nämlich vom Safran in dem heißer werdenden Fond!

Nachdem sich der Wein zum größten Teil in Luft aufgelöst hat, gebe ich den Safran-Fond zum Reis, füge die angebratenen Hühnerschenkel hinzu und lasse das Ganze eine gute halbe Stunde auf kleiner Flamme garen. SO sieht das Ganze nach 15 – minütigem Kochen aus:

10 Minuten vorm Ende der Garzeit kommen die Muscheln hinzu ( Ich bekam heute gaaanz frische bei Blum… ein gutes Pfund – in der Schale natürlich!), außerdem 150 gr. Erbsen.

Je fester nun die Reismischung wird, desto mehr sollte man/frau das Ganze mal vorsichtig umrühren – und auch abschmecken, denn nun geht’s langsam dem Ende entgegen.

Nach Ende der Garzeit kommt noch etwas Petersilie über die Paella, auf den Tellern jeweils ein Spritzer Zitronensaft.

„Buen Apetito!“

Kommentare (3)

  1. Birgit Groth

    nicht schlecht, Herr Specht! und am Wein wurde ja auch nicht gespart. Käme der nächste Besuch nicht direkt aus Spanien, hätte ich dieses Rezept sofort nachgekocht. Statt dessen gibt es anständig Grünkohl mit Schweinbauch und Kochwurst, damit die mal erleben, was gute Holsteiner Küche ist.
    Wat mut, dat mut!
    Birgit

  2. Wo ist denn nu das Rezept von dem tollen Brot versteckt?
    Unter Stichwort „Kulinarik“ habe ich es nicht gefunden.
    Und alle 300 Tage wollte ich nicht absuchen, obwohl ich mich ja nie an den Fotos sattsehen kann.
    Bitte einen Tipp.

    • Hans Jessel

      Ooooooh tˋschuldigung – ich hatte das Rezept nur einem interessierten Blogleser übermittelt. Geht ganz einfach:

      250 gr. Weizenmehl, 250 gr. Dinkelmehl, einen gehäuften Teelöffel Salz und 25 gr. Frischhefe mit 300 ml handwarmem Wasser verrühren. Diesen Teigklumpen eine Stunde lang – abgedeckt – an einem warmen Platz gehen lassen. Danach zwei Minuten intensiv durchkneten, dann in einen eingefetteten Bräter legen. Oben kreuzweise anritzen und mit etwas Mehl bestäuben. Deckel drauf und in den kalten(!) Backofen stellen. Auf 240 Grad bei Ober-/Unterhitze eine Stunde lang backen. Fertich ist dieses herrlich knusprige Pain à la Cocotte, dass sich als Beilage für Eintöpfe ebenso eignet wie für jedes mediterrane Essen. Noch warm, mit etwas Salz bestäubt und mit Olivenöl beträufelt, der Knaller!

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