„Datt duert noch!“… ein Besuch im „Friesendorf“ Keitum

Das in Touristen-Prospekten auch weiterhin als „Friesendorf“ gelobte Keitum entwickelt sich zunehmend zu einer Boutiquen-Meile. Wer, wie ich, den Werdegang dieses pittoresken Ortes seit Jahrzehnten verfolgt, kann nur staunen, in welcher Geschwindigkeit das vonstatten geht:

Das großstädtische Phänomen der „Gentrification“ wird hier auf Dorfniveau herunter gebrochen. Abrupt steigende Grundstückspreise vertreiben die ansässige Bevölkerung – und sind nur noch bezahlbar von Luxusklasse-Gewerbetreibenden:

Hier noch das von Insulanern bewohnte Friesenhaus – im Nachbarhaus wird bereits die 5-Sterne-Sauna installiert:

Jeder Quadratmeter wird  kommerzialisiert – und die Interessenten stehen schon bereit:

Das „Friesentum“ wird in die Museen verlagert… und nostalgischem Gedankengut zugeordnet:

Aber: Mann/Frau kann natürlich auch durch Keitum spazieren – und nur die Vergangenheit filtrieren:

Danke für’s Zuhören. DAS musste mal raus.

Kommentare (2)

  1. Hartwig Richter

    Lieber Hans Jessel
    Sorry – ich schon wieder !
    Danke Danke , Sie haben sooo vielen Syltern aus dem Herzen gesprochen !

    der Wermutstropfen ist bloß , dass sich voraussichtlich doch nichts ändern wird, aber dennoch ist es wichtig, immer wieder den Finger in die Wunde zu legen.

    Herzlichst

    Jürgen Jens Lorenzen

  2. Wohl wahr…

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