13. Juni: Endlich am Inn – von Scuol nach Guarda

Blick auf den Bilderbuch-Ort ARDEZ

Meine Wanderung auf dem Graubündner Jakobsweg findet seit Querung der italienisch-schweizerischen Grenze im UNTERENGADIN statt, dem unteren „Garten des Inn“, wie man es übersetzen würde. Der im OBERengadin entspringende Bach ist hier bereits zu einem echten Strom geworden und hat soviel Schmelzwasser aus den Nebentälern – wie der CLEMGIA, der wir gestern folgten – aufzunehmen, daß er beim Erreichen der Donau in Passau, selbst übers Jahresmittel gerechnet, definitiv der größere der beiden Flüsse ist. Nur weil die Donau bei Passau einige wenige Kilometer an Länge mehr misst, heisst der Fluss bis zur Mündung ins Schwarze Meer auch weiterhin Donau… das nur einmal kurz für die Nicht-Geografen unter den Lesern… 😉

Ich folge nach Querung der Brücke in SCUOL sowohl heute als auch morgen dem Inn bergaufwärts. Heute über FTAN mehrere hundert Meter weiter oberhalb und linksseitig, morgen, nach schnellem Abstieg bis LAVIN, mit dem Fluss auf Augenhöhe und rechtsseitig.

Überragend schön auch heute wieder, die Frühlingswiesen:

Mehr…:

… mehrmehr:

Mit anderen Worten: Von der Inn ist heute so gut wie nichts zu sehen. Aber der Name ‚Garten des Inn‘ wird umso besser klar.

Kurz vor Erreichen des heutigen Etappenziels GUARDA  komme ich mit einem Waldarbeiter ins Gespräch und überrede ihn, ein Foto von mir zu machen – an einem „Jacobus-Rastplatz“:

Foto: Reto Caviezel

Dann geht’s per Bahn und Postauto nach MÜSTAIR zurück. Vom Parkplatz des OFENPASSES ein schöner Blick auf das zauberhafte VAL MÜSTAIR:

P.S.: In der Nacht hat es in höheren Lagen nochmals ordentlich Schnee gebracht: Ein Auto, das in Santa Maria gerade vom UMBRAILPASS herunterkommt, hat eine mehr als 10 cm dicke Schneehaube aufm Dach…

 

Kommentare (2)

  1. Claudia Oswald

    Ich bin ja Fraktion Nordsee, aaaaber…..wenn ich diese Bilder sehe! Wunderbar! Ich wünsche Ihnen noch viele solch schöne Anblicke.
    Claudia

    • Hans Jessel

      Ich sehe die Hochgebirgsregionen der Schweiz als das wunderbarste Kontrastprogramm zur Nordseeküste, das ich mir wünschen kann. Dabei reicht eine Woche – so wie in diesem Falle – und ich liebäugel’ wieder mit Watt und Wellen und Weite, als seien es mir diese nie genug gewesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert