Der Wind nimmt seit den frühen Morgenstunden beständig weiter zu, und Wolken wie aus dem Bilderbuch rasen über die Insel:

.Im Laufe des Vormittags erreicht der Wind in Böen locker 8 Beaufort. Wunderbare Morgenstimmung vor Westerland, als erste Sonnenstrahlen den Strand erreichen:

Und – wen haben wir denn da!? Lena ist auch schon wieder mit ihrem Müllbeutel unterwegs:

Gegen 10 Uhr schaue ich mir mal das Geschehen auf dem „Windsurf Cup“ an. Mittlerweile kachelt es bereits ordentlich, und dunkle Schauerwolken ziehen über die Promenade:

Bestes Windsurf-Wetter! Normalerweise hätte die Rennleitung längst alles für ein Wave Riding vorbereitet – die spektakuläre Königsdisziplin jeder Windsurf-Veranstaltung.
Aber Pustekuchen! Obwohl der Cup offiziell bis zum 9. August läuft, ist das abgegrenzte Materiallager … leer. Schlafen die noch? Oder sind die längst abgereist? Keine Ahnung…:

Dafür werden die VW-Karossen – wie jeden Morgen – geputzt und gewienert…:

… die Melitta-Mädels gucken Youtube-Clips…:

… und am Strand findet sich ein Häuflein Menschen, die tatsächlich versuchen, den Wingfoil-Wettbewerb weiter durchzuführen:

Das Problem ist, das die Athleten gar nicht durch die Brandungszone kommen, oder jedenfalls nur mit Hilfe und unter schwierigstem körperlichen Einsatz. Sie können mit ihren Foils nämlich nicht vom Strand starten, sondern müssen – mit Ihrem kompletten Equipment – die Brandung zunächst durchschwimmen(!). Und das ist durchaus gefährlich: Dem einen wird das Equipment aus der Hand gerissen, und dem Nachfolger fliegt das Ganze um die Ohren:

Also entweder ist die Rennleitung total unfähig, oder diese ganze Veranstaltung ist eine reine Infantino-mäßige Fake-Nummer, in der es ausschließlich ums Geldverdienen geht – und der Sport dient eigentlich nur als schmückende Nebensache. Letzteres erscheint mir nach meinen bisherigen Beobachtungen wahrscheinlicher.
Mir reicht’s. Nach kurzer Zeit drehe ich ab, nach Hause zurück. Die kommen hier wunderbar auch ohne mich klar… und ich kann mir auch kaum vorstellen, darüber zukünftig noch einmal zu berichten.