Und Morgens schaue ich mich nochmal auf der Promenade um, ob alles den rechten Verlauf nimmt…:

… am frühen Nachmittag erreiche ich, mit bereits inkludierter einstündiger Bahnverspätung, die Landeshauptstadt KIEL, von deren Bahnhof aus ich direkt eine Wanderung „durchs Gemüse“ nach RODENBEK nahe des Westensees unternehme. Vom Zentrum einer Stadt zur Peripherie – immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis. Und verblüffend, ziemlich schnell durch Grünzüge zu spazieren, von denen es – abseits der Verkehrsachsen, mehr gibt, als man (als Autofahrer) so denken sollte. Also wandere ich alsbald durch Schrebergärten…:

…über kleine Flussläufe – das ist im mittleren Schleswig-Holstein meist die Eider…:

… an Seeufern entlang (nein, der pinkelt nicht, der angelt!)…:

…. immer verlässlich geführt von KOMOOT, meinem Wander-Navi, auch quer über Schulhöfe…:

… vorbei an einer (*schauder*) KZ-Gedenkstätte:

… über Tennis- und Sportplätze (hinten links rein, vorne rechts wieder raus)…:

…auf jeden Fall Wege entlang, auf die ich ohne diese digitale Hilfe im Leben nicht gestoßen wäre…:

… bis ich nach etwa anderthalb Stunden die freie Landschaft erreiche…:

Dabei begegne ich, abgesehen von wenigen Hunde-Ausführern, ganz vereinzelten Radfahrern und einer Feiergruppe mit lautstarkem Ghettoblaster kaum einem Menschen. Und es fühlt sich an wie auf meinen längst -zig Jakobsweg-Touren, auf denen ich diese Kultur des Aus-der-Stadt-heraus-Wanderns kennen- und lieben gelernt habe, die enorme Kurzweil bereitet und kaum impressiver sein könnte.
Nach knapp drei Stunden erreiche ich das abseits jeglicher touristischen Routen gelegene RODENBEK, wo mich gute Freunde erwarten – traditionell zum Tortellini-Auflauf. Dazu gibt’s einen erfreulichen Rotwein aus den italienischen MARKEN vom Weingut PILASTRI, der sich, rein zufällig versteht sich, in meinem Wanderrucksack findet.