25./26. Oktober: „Ich will wieder an die…

Foto von heute Vormittag

… NOOORDSEE…“:

Um 8 Uhr starte ich in Filisur. Gegen 9 Uhr passiere ich REICHENAU-TAMINS. Wie jeder Geograf weiß, sehen wir hier den Zusammenfluss von Vorder- (vorne) und Hinterrhein (rechts). Ab hier beginnt der eigentliche Rhein (links):

Na? Wieder etwas gelernt, hihi?

Bis Basel läuft alles auf die Minute, im Bahnhof SBB gönne ich mir doch noch einen letzten Schweizer Cappuccino, und der sieht nicht einfach nur perfekt aus – er schmeckt auch so:

In Basel besteige ich im Anschluss den projektierten ICE nach Hamburg. Dieser schafft es bis kurz hinter Freiburg, fährt – laut Durchsage des Lokführers – über einen „dicken Ast“ -und bleibt im Anschluss liegen. Ein „Notfallmanager“ muß kommen, um die Lage zu beurteilen… ich ahne bereits die Evakuierung des total vollbesetzten Zuges, da kommt die Durchsage: „Alles okay – wir fahren weiter!“ Mit einstündiger Verspätung.

Für mich bleibt’s spannend, denn ich soll in Mannheim auf einen anderen ICE wechseln, der deutlich früher in Hamburg wäre… Dann sagt mir die Bahn-App, ich solle bereits in Karlsruhe wechseln, und dann doch wieder in Mannheim. Dann in Frankfurt/Süd, dann in Fulda… Vor der Einfahrt in Frankfurt/Süd heisst es zunächst, der schnelle Zug nach Hamburg würde auf uns warten, dann – keine 5 Minuten vor der Einfahrt – kommt die Meldung: Er wartet nicht.

Ehrlich gesagt, mir reicht es so langsam. Als wir in den Bahnhof einfahren, sehe ich den „schnellen Hamburger“ noch am Nebengleis stehen… Ich den Rucksack übergeschnallt und losgesprintet. Und es klappt, ich bin drin – aber nichts passiert. Er bleibt einfach stehen… noch volle zwanzig Minuten lang. Mit der Kommunikation scheint es in dem maroden DB-Laden weiterhin Probleme zu geben.

Immerhin: Dieser ICE ist nur zu einem Drittel gefüllt, und ich erreiche Hamburg schließlich  um 20:10 Uhr mit nur 20-minütiger Verspätung zur ursprünglichen Reiseplanung – da soll man nicht meckern.

Nach einem tiiieeefen Schlaf wache ich um 4:30 Uhr auf – genau richtig, um den Frühzug nach Sylt zu erwischen:

Löppt! Angekommen in Westerland gut drei Stunden später geht’s direkt an den Frühstückstisch- gutes timing, würde ich das nennen.

Und danach – natürlich – sofort an den Strand! Noch krasser zum Hochgebirge kann der Kontrast kaum sein:

Das Meer tobt ohrenbetäubend. Mörderische Brecher donnern an den Strand…:

… und die Kinder haben ihren Spaß:

Diesen stürmischen Wind muss man/frau natürlich mögen…:

… was nicht jedem gelingen mag:

Gefühlt ist das für mich der pure Frühling – nach den Kühlschranktemperaturen in der Höhe. Krass auch der Rabatz, den das Meer macht – im Kontrast zur Stille in den Bergen.

Eine Mail bekomme ich von Friedhelm, den ich bereits im vergangenen Oktober in Filisur kennenlernte. Diesmal kamen wir im Hotelrestaurant näher ins Gespräch. Er fuhr ebenfalls am Sonntag von dort nach Hause, allerdings mit dem Auto – und verbrauchte für den Weg von Filisur bis St. Margarethen am Bodensee laut Bordcomputer ganze 2,8 Liter pro 100 Kilometer… was mehr als deutlich illustriert, wie hoch Filisur liegt – es geht die ganze Strecke eigentlich nur bergab… auch meine Plastik-Wasserflasche ist aufgrund der Druckzunahme völlig zerdetscht.

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