4. November: Herbstfarben – vom Feinsten!

Strahlender Sonnenschein ist angekündigt, und ich hänge morgens in Westerland in dichtem Nebel. Ringsherum – in List, aufm Festland – Sonne! Das nervt nun aber so richtig! Ich nehme den 9:50 Uhr-Bus Richtung Norden. Seeehr dünne Wolken nur noch über Kampen, aber weiter nördlich wieder: Nebelsuppe.
In Klappholttal steige ich aus und gleich springen mich die Farben an! Perfektes Nebel-Licht, wie im Studio, dazu nahezu Windstille – und schon tauche ich ab in eine Herbst-Zauberwelt sondergleichen:

Ich kann mich gar nicht sattsehen an dieser geballten Farbvielfalt und Schönheit. Besonders die Kamtchatkarosen stechen hervor:

Der sich im aufsteigenden Nebel gaaanz laaangsaaam erhellende Himmel ist der perfekte Reflektor für die Pflanzen, deren Farbenspiel und -kraft alle Grenzen sprengt:

Eins noch, weil‘s so wunderschön ist:

Und zwischendrin, dieser gewaltige Atlantische  Ginsterstrauch, in voller Blüte – echt nicht zu fassen! Und Ihr seht die immer noch in den Dünentälern festhängende Nebelsuppe:

Ich arbeite – wegen der erforderlichen Schärfentiefe – mit kleinsten Blendenöffnungen, was Belichtungszeiten von bis zu einer Sekunde verlangt. Als gegen 11:30 Uhr ein leichter Nordostwind einsetzt, breche ich ab.

Beim Mittagessen – es gibt scharf angebratenen Rosenkohl mit Speckwürfeln und Bratkartoffeln –  reisst der Himmel auf. Aber erst zum späteren Nachmittag, kurz vor Sonnenuntergang, entwickelt sich das Licht, das ich mir schon länger für dieses Panorama-Motiv erwünsche:

Das Ganze endet in einem geradezu furiosen Sonnenuntergang, den ich – vorausschauenderweise – weit außerhalb von Westerland und in aller Ruhe erleben darf:

Zurückschauend eigentlich ein perfekter Fototag – aus dem Nebel geboren – sozusagen.

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