Um 6:45 Uhr breche ich auf zur heutigen Wegstrecke über gut 20 Kilometer von BARCELOS nach VITORINO DOS PIÂES. Noch ein kurzer Blick zurück auf das charmige Barcelos im Flur meines Hotels…:

… dann hole ich Loreen in ihrer Pilgerherberge ab, die praktischer- und zufälligerweise gleich gegenüber liegt. Das gemeinsame Wandern hat den langen gestrigen Weg kürzer gemacht als er war, und deshalb versuchen wir es heute nochmal als Pilger-Duo. Allerdings liegt die Luftfeuchte heute früh bereits bei gefühlten 98%…, und die Wettervorhersage verheisst nichts Gutes. Egal – damit haben wir natürlich gerechnet in der nordwestlichsten Ecke der Iberischen Halbinsel:

Wenn man/frau auf Pilgerwegen unterwegs ist, führen diese – logo – an jeder irgendwie erreichbaren Kirche oder Kapelle vorbei. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich eiiigentlich kein Kirchgänger bin. Aber mal kurz reinluschern, das wäre doch ganz schön. Was auf spanischen Jakobswegen auch gang und gebe ist, funktioniert in Portugal nicht, denn hier steht der Pilger fast immer vor verschlossenen (Kirchen-)türen. Schaaade irgendwie, besonders an Regentagen wie heute…:

… oooder wenn man sich – wie in nachfolgendem Falle einer modernen Bauweise – einfach für die Innenarchitektur interessieren möchte:

Aber wie sagte bereits meine Ex-Lauffreundin Elke: „Man kann nicht alles haben!“ Womit sie zweifelsohne recht hat, weshalb ich auch nicht weiter den Empörten spielen möchte.
WAS wir jedoch haben wollen, ist – alle zwei bis drei Stunden – ein ‚Café com leite‘ – Stopp in einer Pastelaria. Gerade bei dem feuchtkalten Wetter heute. Herrlich, leben wie Gott in Portugal, auf der regengeschützten Terrasse genossen:

Geht noch etwas weiter…