{"id":1171,"date":"2017-05-25T09:13:18","date_gmt":"2017-05-25T09:13:18","guid":{"rendered":"http:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/?p=1171"},"modified":"2017-05-25T09:22:27","modified_gmt":"2017-05-25T09:22:27","slug":"der-versprochene-abschlussbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/der-versprochene-abschlussbericht\/","title":{"rendered":"Der versprochene Abschlussbericht"},"content":{"rendered":"<p>Titelbild: Imme<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1179\" src=\"http:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0493-1.jpg\" alt=\"\" width=\"596\" height=\"801\" srcset=\"https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0493-1.jpg 596w, https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0493-1-223x300.jpg 223w\" sizes=\"auto, (max-width: 596px) 100vw, 596px\" \/><\/p>\n<p>Die Strecke<\/p>\n<p>Da darf ich mir mal selber auf die Schulter klopfen: Gut vor recherchiert, Hans! Obwohl ich ggf. eher als Pizzab\u00e4cker getaugt h\u00e4tte, war diese Tour an gew\u00fcnschter &#8211; und dementsprechend auch geplanter &#8211; Abwechslung kaum zu toppen. Die Bernina Bahn! Camping Pilzone! Der (Un-)ruhetag im Alto Aldige! Der Reschen- und der Fernpass! DAS waren echte Highlights &#8211; und die Tage dazwischen auch alles andere als ohne.<br \/>\nAuch die Richtung stimmte. Mehrere hundert H\u00f6henmeter an Anstieg merkte ich gar nicht, weil sie sich \u00fcber 300 km hinzogen&#8230; und der Reschenpass war dann ein Klacks. W\u00fcrde man die Strecke von Norden kommend absolvieren, h\u00e4tte man aber zur Passquerung erheblich(!) mehr zu k\u00e4mpfen. Die Serpentinen zwischen MARTINA und NAUDERS haben es in sich! Aber da g\u00e4be es ja die Shuttle-Busse, wenn es Einem nicht peinlich ist, diese in Anspruch zu nehmen.<\/p>\n<p>Und das Wetter war auf meiner Seite. Die ersehnte sommerliche W\u00e4rme, kein Tropfen Regen, Wind von vorne nur in Ausnahmef\u00e4llen &#8211; so liebt es der Alpen-Crosser. Kein Regen? Doch &#8211; vorgestern am sp\u00e4ten Abend sch\u00fcttet es in F\u00fcssen wie aus K\u00fcbeln. Gebongt!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1172\" src=\"http:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0728.jpg\" alt=\"\" width=\"1064\" height=\"798\" srcset=\"https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0728.jpg 1064w, https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0728-300x225.jpg 300w, https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0728-768x576.jpg 768w, https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0728-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1064px) 100vw, 1064px\" \/><\/p>\n<p>Das Rad<\/p>\n<p>Um die Jahreswende erworben, entpuppt sich mein eBike namens DELITE GT NUVINCI von RIESE &amp; M\u00dcLLER (N\u00e4heres siehe Internet) als der Knaller \u00fcberhaupt. Es dient mir, der ich seit \u00fcber 10 Jahren auf ein Auto verzichte, in allererster Linie als berufliches Fortbewegungs-Mittel. Die zur\u00fcckliegende Woche galt sozusagen als H\u00e4rtetest. Speziell f\u00fcr diese Tour besorgte ich mir noch einen zweiten 500er Bosch-Akku. Beide k\u00f6nnen gleichzeitig am Fahrradrahmen montiert werden &#8211; und werden beim Radeln wechselweise entladen. Klappte alles perfekt.<\/p>\n<p>Die Kraftzuschaltung hat 4 Stufen: Eco, Tour, Sport und Boost. Ich fahre grunds\u00e4tzlich mit &#8222;Eco&#8220;, der niedrigsten Zuschaltung. Bei Steigungen oder starkem Gegenwind schalte ich gelegentlich auf &#8222;Tour&#8220;, in seltenen F\u00e4llen auf Sport (der brutale Fernpass-Schotter-Anstieg!). In Prozenten auf dieser Tour: 85% der Strecke in &#8222;Eco&#8220;, 10% in &#8222;Tour&#8220;, und weniger als ein Prozent in &#8222;Sport&#8220;. Die restlichen 4% ohne Kraftzuschaltung &#8211; bei Geschwindigkeiten \u00fcber 25 km\/h. Mit dieser Fahrweise w\u00e4ren 200 km an Strecke ohne Nachladung m\u00f6glich (gewesen). Der Vorteil gegen\u00fcber einem normalen Fahrrad sind die h\u00f6here Reisegeschwindigkeit (25 km\/h statt 18-20 km\/h) sowie die \u00dcbernahme der Kraftspitzen bei starken Anstiegen &#8211; eine Wohltat f\u00fcr \u00e4ltere Knie!<\/p>\n<p>Highlights sind die wartungsfreie, stufenlose(!) Nuvinci-Schaltung, der &#8211; nahezu &#8211; wartungsfreie Riemenantrieb, die Vollfederung, und die extra fette Bereifung, die ein Fahren besonders auf Natur-Trails zu einem puren Vergn\u00fcgen aufwerten. Das hat mir schon bei meiner Arbeit auf Sylt zu Fotos verholfen, die ich mit einem normalen Rad nie erreicht h\u00e4tte &#8211; und ich h\u00e4tte mir mehr davon gew\u00fcnscht in den zur\u00fcck liegenden Tagen.<\/p>\n<p>Die Manufaktur RIESE &amp; M\u00dcLLER hat sich f\u00fcr langlebige Qualit\u00e4tsprodukte einen Namen gemacht. Und dieses Rad ist deren aktuelles Highlight. Das hatte zur Folge, dass ich &#8211; bzw. das Rad &#8211; gerade bei den Radsport-begeisterten Italienern gr\u00f6\u00dfte Beachtung erfuhr. Gelegentlich standen bei Stopps an der Strecke ganze Gruppen fachsimpelnd um mich herum.<\/p>\n<p>Dieser relativ massive Auftritt des Rades bedingt die beiden einzigen Nachteile &#8211; wenn man diese denn so benennen m\u00f6chte:<br \/>\n1. Das Gewicht liegt (mit zwei Akkus, ohne zus\u00e4tzliches Reisegep\u00e4ck) bei fast 30 kg. 2. Die Sorge bzgl. Diebstahl.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1175\" src=\"http:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0731.jpg\" alt=\"\" width=\"1064\" height=\"798\" srcset=\"https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0731.jpg 1064w, https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0731-300x225.jpg 300w, https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0731-768x576.jpg 768w, https:\/\/jessel.de\/365-tage-sylt\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_0731-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1064px) 100vw, 1064px\" \/><\/p>\n<p>Das Navi<\/p>\n<p>Von meinem Freund Peter, selbst vorausplanender und sturmerprobter Langstrecken-Radler, bekam ich den Tipp mit &#8222;komoot&#8220;: Ein Navigationssystem speziell zugeschnitten auf die Bed\u00fcrfnisse von Radfahrern. Testtouren durch Schleswig-Holstein stellten unter Beweis, dass das System selbst Feld- und Forstwege findet, immer aber &#8222;bem\u00fcht&#8220; ist, \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Kraftfahrzeugverkehr zu fliehen. Wenn das partout nicht m\u00f6glich ist (siehe Etappen 1 und 2 von BELLANO nach RIVOLI VERONESE), kann nat\u00fcrlich das Navi auch nichts daf\u00fcr&#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Die Programmierung ist denkbar einfach: Man gibt Anfangs- und Endpunkt ein, worauf das System prompt einen Vorschlag liefert. Dann gibt man, sofern gew\u00fcnscht, spezielle &#8222;Wegpunkte&#8220; ein, die man auf dieser Etappe besuchen m\u00f6chte. Per Eingabe pflegt das System diese Punkte ein.<br \/>\nNun (oder vorher schon) gibt es die Wahlm\u00f6glichkeit, ob man die Tour mit normalem Fahrrad, einem MTB oder einem Rennrad machen will. Beim Rumzwitschen zwischen diesen Optionen kommen im Gebirge teilweise gewaltig unterschiedliche Routenvorschl\u00e4ge zutage. Ich w\u00e4hlte &#8222;normales Rad&#8220; als Grundeinstellung.<\/p>\n<p>Ist die Route perfekt, erh\u00e4lt man &#8211; neben Kilometerangabe und zu erwartender Fahrtdauer &#8211; minuti\u00f6se Infos, wieviele Kilometer man auf welcher Art von Wegen zur\u00fcck legt, wie das H\u00f6henprofil aussieht, wo Gefahrenpunkte sind und man kann auch schon mal einen Blick auf Gastst\u00e4tten und Hotels am Wegesrand werfen.<\/p>\n<p>Ist man schlie\u00dflich mit der Planung fertig, l\u00e4dt man das Ergebnis herunter und hat die Route somit f\u00fcr die Offline-Nutzung gespeichert. Das ist gro\u00dfartig.<\/p>\n<p>Nun kann man sich entweder per Handy-Bildschirm und\/oder per sanfter Frauenstimme durch Landschaften und St\u00e4dte geleiten lassen. Am gro\u00dfartigsten empfand ich es, nervige Ortschaften stressfrei zu durchfahren &#8211; herrlich! Keine Herum-Irrerei mehr, stets gef\u00fchrt auf kleineren und ruhigeren Stra\u00dfen oder nat\u00fcrlich, soweit vorhanden, Fahrradwegen. Auch ganz super f\u00fcrs Auffinden des Hotels, wenn ich nach langer Tagesetappe in den Zielort einradelte&#8230;<\/p>\n<p>Hinter RIVOLI VERONESE befuhr ich ausschlie\u00dflich die bestens ausgeschilderte VIA CLAUDIA AUGUSTA, sodass ich das Navi lediglich mit dunklem Bildschirm mitlaufen lie\u00df &#8211; um es bei Bedarf bzgl. des genauen Standorts zu konsultieren.<\/p>\n<p>Einziger Nachteil: Der hohe Stromverbrauch. Bei stetig angeschaltetem Bildschirm war der Handy-Akku nach sp\u00e4testens 3-4 Stunden leer. Da hilft dann nur ein zus\u00e4tzliches Power-Pack, oder eben das h\u00e4ufige Abschalten des Bildschirms.<\/p>\n<p>Insgesamt eine erhebliche(!) Erleichterung der Orientierung f\u00fcr jemanden, der sich sein Leben lang mit Kartenmaterial rumgequ\u00e4lt hat. Und g\u00fcnstig obendrein: F\u00fcr nur \u20ac 19,99 kann ich nun f\u00fcr den Rest meiner Tage Touren auf der ganzen Welt planen &#8211; st\u00e4ndige Updates inbegriffen. Da gibt&#8217;s absolut nix zu meckern.<\/p>\n<p>Zur Vorbereitung hat mir der BIKELINE-F\u00fchrer VIA CLAUDIA AUGUSTA hervorragende Dienste geleistet. Diesem entnahm ich u.a. die Radler-Unterk\u00fcnfte, die &#8211; u.a. &#8211; abschlie\u00dfbare Garagen, notwendiges Werkzeug und Trockenr\u00e4ume f\u00fcr die W\u00e4sche bereitstellen&#8230; ein toller Service, den ich gerne genutzt habe.<\/p>\n<p>P.S.: Morgen folgt der Bericht \u00fcber meine Nahverkehrs-R\u00fccktour l\u00e4ngs durch die Republik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Titelbild: Imme Die Strecke Da darf ich mir mal selber auf die Schulter klopfen: Gut vor recherchiert, Hans! Obwohl ich ggf. eher als Pizzab\u00e4cker getaugt h\u00e4tte, war diese Tour an gew\u00fcnschter &#8211; und dementsprechend auch geplanter &#8211; Abwechslung kaum zu toppen. Die Bernina Bahn! Camping Pilzone! Der (Un-)ruhetag im Alto Aldige! Der Reschen- und der Fernpass! 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