13. Februar: Stürmische Tage – ein Rückblick

So ein Sturm bringt Schwung in die Bude, definitiv! Die Schlagzahl der Blog-Beiträge zumindest geht schlagartig nach oben… 😉  Wir haben unseren Blick – gemeinsam und in purer Absicht – auf die schönen Seiten dieses Naturspektakels gelenkt…:

… und sind dazu auch mal etwas dichter heran gegangen:


… um das Donnern der Mords-Brandung unter unseren Füßen zu spüren:

Ich möchte noch etwas zum Roten Kliff sagen: Es ist so schade, dass die schroffe Abbruchkante, die Jahrtausende existierte und schon den Seefahrern früherer Jahrhunderte als wichtige Landmarke diente (Höhe Sylt!), durch die Sandvorspülungen zu einem „Toten Kliff“ degradiert wurde. Als Totes Kliff bezeichnet man in der Geografie ein „inaktives“ Kliff, das vom Meer nicht mehr erreicht wird, und deshalb bewächst,  sich selbst von oben durch Erosion verschüttet – und unansehnlich wird. Der meterhoch vorgespülte Sand verschärft den optischen Verfall noch, weht dieser doch das Kliff empor und verdeckt die von Eisenoxiden so herrlich rostrot gefärbte Abbruchkante. Mir blutet das Herz, wenn ich sehe, wozu der Mensch dieses Wahrzeichen der Insel, nein der gesamten Nordseeküste, gemacht hat. Das liegt nur daran, dass der gelegentlich leidige Küstenschutz dem Naturschutz übergeordnet ist. Am Morsum Kliff, das als Europäisches Geotop noch einen größeren Schutzstatus besitzt, würden sich „die Küstenschützer“ sich so etwas nicht erlauben dürfen!

Deshalb freue ich mich umso mehr, dass es das Meer nach Jahrzehnten der Trennung endlich wieder geschafft hat, seine natürliche geologische Verbindung zum Roten Kliff herzustellen. Bravo Meer! Ich stehe zu 100% auf Deiner Seite! Und hoffe, dass aus den wenigen hundert Metern frischer Abbruchkante an diesem bevorstehenden Wochenende noch ein paar mehr werden, denn der nächste Sturm nimmt bereits Kurs auf uns und ist für So/Mo annonciert.

P.S.: Der angekündigte Rundgang um die Hörnum Odde fiel der frühzeitig eingetroffenen nächsten Schlechtwetterfront zum Opfer. Wird nachgeholt!

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