13. Januar: Post von Lanzarote

„Hans,

in meiner Eigenschaft als Parallel-Urlauber (Hans in den Bergen; Lars auf Lanzarote) möchte ich es nicht versäumen, Dir eine Meeresstimmung vorzustellen, die sich mir heute Mittag bei wohlig warmen 24 Grad an der Playa de Orzola, am nördlichen Ende der Insel, gezeigt hat. Das, meine ich, kontrastiert aufs Vortrefflichste mit der eingeschneiten Winterlandschaft in St. Moritz!

Eigentlich war ein kühlendes Bad vorgesehen. Aber die heftige Strömung (die auf dem Foto nicht sichtbar ist) signalisierte mir unmissverständlich, das besser auf einen anderen Tag zu verschieben. Natürlich saugt der Maler solche Erlebnisse auf, um sie zu einem späteren Zeitpunkt aufs Papier zu bringen. Du hättest mit Sicherheit ebenso große Freude an dieser atlantischen Farbskala, die sich in vielerlei Hinsicht von unserer heimatlichen Nordseeküste unterscheidet.

Sonnige Grüße aus den Subtropen in die winterliche Schweizer Bergwelt,

Lars“

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„Lars!
Hossa, hast Du Dich verändert! So braun! Und die herzhafte  Halbpension scheint nicht ohne Auswirkungen zu bleiben… (Kleiner Scherz, ähäm…)
Auf jeden Fall meine Gratulation zu der Entscheidung, dem Locken des Ozeans widerstanden zu haben. Mindestens schon dreimal in meinem Lebens war ich nicht so schlau, die enorme Kraft der atlantischer Strömungen rechtzeitig zu erkennen – und hätte es zumindest in einem Falle um Haaaresbreite mit dem Leben bezahlt.

Und konkret mit dem Strand vor Orzola verbindet mich das Erlebnis, nach einem Bade eine ganze Armada “Portugiesischer Galeeren” am Flutsaum vorzufinden, gegen deren Nesselgift unsere Sylter “Feuerquallen” wie rührende Amateure erscheinen.

Ich habe unterdes alle Hände voll zu tun, die völlig aus dem Ruder laufenden Kontraste der winterlichen Berglandschaft zu dominieren, was noch am besten während der “Blauen Stunden” (in Wahrheit meist nur “Minuten”) gelingt. Dazu passend ein Foto von der Silser Ebene am gestrigen Morgen:

Diese frühen und späten Spaziergänge sind meine tägliche geistige Labsal, gefolgt von dem anschließenden Frühstück/Abendessen, welche eher der Aufrechterhaltung der Moral dienen.
Mein Bester, die Musiker des Waldhaus – Trios gucken bereits grimmig, weil ich nicht ihren Weisen folge… deshalb ende ich nun überstürzt.
Wir hören, Hans

 

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