13. Juli: Ein humorig-ernster Strand-Knigge für Anfänger…

… für einen Sylter Sommertag wie heute:

Purer Sonnenschein, 25 Grad, sanfter Seewind? Nordseewetter der besten Sorte! Gleich nach dem Frühstück geht’s ab an den Strand:

Wichtigste Regel: Pferde dürfen nicht mit an den Beach!:

Hunde aber auch nicht! Das ist nämlich extrem unhygienisch. Aber niemand, auch die Polizei nicht, fühlt sich dazu berufen, in irgendeiner Weise einzuschreiten – wenn morgens zwischen 5 und 7 Uhr jeder Zweite mit Hund an der Flutkante entlang marschiert, am liebsten auch noch ohne Leine. Eine Unsitte!

Genauso verkehrt: Gleich in den Sand hauen und womöglich – vom sanft kühlenden Wind befächelt – in knalliger Sonne einschlafen!:

Dann ist der Urlaub nach einer guten Stunde nämlich beendet, wahrscheinlich mit einem Krankenhausaufenthalt. Die Sonneneinstrahlung ist in der Hochsommer-Mittagszeit nämlich extrem hoch, nicht zuletzt wegen der Reflexstrahlung durch den hellen Sand. Und die Haut des sonnenentwöhnten Großstadtmenschen ist der UV-Strahlung schutzlos ausgeliefert. Dementsprechend hoch ist die Sonnenbrandgefahr, selbst bei Verwendung von Sonnenschutzcrèmes. Wichtige Grundregel: In den ersten Tagen des Urlaubs die mittägliche Sonne zwischen 11:30 und 15:30 Uhr möglichst gänzlich meiden!

Am besten, man/frau schnackt mal mit einem Strandkorbvermieter, ob noch ein schützender Korb zu ergattern ist…:

… und richtet sich ein nettes Schattenplätzchen her:

Das kostet in Westerland zur Hochsaison € 17,-, zuzüglich zur Kurabgabe von € 4,10, die an den Übergängen zu entrichten ist – wenn dieses nicht bereits der Vermieter geregelt hat. Nicht jedermanns Geldbeutel:

Die günstigere Variante: Ein halbschattiges Plätzchen mit eigener Möblierung am Flutsaum:

Gäste aus Bergbauregionen, besonders Väter,  neigen zu Stollen-Grabungen. Hier ist, spätestens nach Erreichen des Grundwasserspiegels, Vorsicht geboten wegen Einsturzgefahr:

Vorsicht auch beim Baden: Das Meer ist kein Karpfenteich, auch wenn es gerne so tut. Gerade nach windigen Westwind-Wetterlagen ist mit tückischen Strömungen und unberechenbaren Wellen zu rechnen, die der Unkundige nicht sieht:

Deshalb gibt es überall Rettungsschwimmerstände, die bei rotgelber Beflaggung besetzt sind – an den Zentralstränden zwischen 10:30 und 17 Uhr. Ist zusätzlich eine gelbe Flagge gehisst, darf nur im beflaggten Bereich gebadet werden. Bei roter Beflaggung gilt ein komplettes Badeverbot:

Mit diesen Grundregeln bewaffnet, steht einem wunderbar erholsamen Strandtag nur noch wenig im Wege. Ich wünsche viel Spaß dabei:

Ach ja: Viel trinken nicht vergessen! Und zwar Wasser oder Säfte, kein Bier… (Zwinker-Emoji)

Kommentare (2)

  1. Frank Jesse

    Lieber Hans,
    eine perfekter „Strand-Knigge für Anfänger“! Ich bin froh das ich dies alles schon so mache, wahrscheinlich aufgrund früherer Schilderungen von Dir…., auch glaube ich das die Vielzahl DEINER Blogleser dies so beachtet. Es war jedenfalls mal wieder mit Deinem so schönen Humor großartig dargestellt.
    Allen einen schönen Tag an der Nordsee, wir schwitzen hier im Rheinland….,
    Liebe Grüße
    Frank

  2. Lieber Hans, schön, dass du das Hunde Thema ansprichst, es vermiest einem jeden Morgen Spaziergang.
    2012 gab es auf Amrum den furchtbaren Fall von Sebastian, der in einer selbst gegrabenen Kuhle erstickterem.
    Deine Warnungen sind mehr als berechtigt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert