19. Januar: Noch ein Tag auf Föhr

Das ging gehörig schief mit meinem Foto-Ausflug nach Föhr in der vergangenen Woche. Es reichte noch für einige Dämmerungsbilder am frühen Morgen, dann zog es sich rasch zu, und Schluß war mit Foddos… Schuss inˋn Ofen, nennt man sowas bei uns an der Küste.

Gestern nun eeendlich der erste Tag mit NORDwestwind und verlässlichem Sonnenschein, ich also mit dem 5:22er Zug nach Klanxbüll, von dort per Rad nach Dagebüll zur 7:15er Fähre, Ankunft in Wyk um 8:05 Uhr. Dort ging’s sofort an die Arbeit:

Föhr liegt nur einen Steinwurf von Sylt entfernt, ist jedoch vom Habitus viel ruhiger und „ländlicher“. Sonnenaufgang hinter den Warften der Hallig Langeness:


Anders als Sylt, ist Föhr vom Wattenmeer umgeben. Und am Horizont ist immer etwas zu sehen, hier abermals die Warftensilhouette von Langeness:
D

Um auch bei Niedrigwasser baden zu können, gibt es an mehreren Stellen derartige Holzstege, von denen aus man/frau bei Bedarf ins Wasser hüpfen kann:

Je weiter der Strandläufer die „Inselmetropole“ Wyk verlässt, desto mehr nimmt die Idylle zu. An verschiedenen Stellen enden kleine Wasserläufe am Wattufer, wie hier westlich von Goting:


… schließlich gibt es auch landschaftliche Details, die es auf Sylt nicht gibt. Bäume direkt an der Abbruchkante zum Beispiel. Das erinnert an Ostsee-Gestade:

Imposant sind die Kirchen, wie hier der „Friesendom“ St. Johannis in Nieblum – und insbesondere die alten Seefahrer-Grabsteine mit den eingravierten Lebensläufen:


… und in den kleinen Dörfern, wie hier in Alkersum, gibt es noch jede Menge Uthlandfriesischer Häuser, teilweise in wunderschöner freier Lage:

Das war ein schöner Ausflug! Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Gut, dass ich meinen Proviant selbst mitgenommen hatte, denn auf Föhr gibt es in der Nachsaison auch DAS noch: Hochgeklappte Gehsteige und vernagelte Gaststätten. Wie schön!

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