17. Januar: Südwind

In meinem ganzen Leben habe ich noch keinen Winter mit sooo viiieeel Südwind erlebt! Und das ist ganz grässlich. Ich könnte meinen Laden dichtmachen, wenn es so weiter ginge. Denn der Südwind neigt zu einer schlierigen, dunstgeschwängerten Luft, die dem Strandwanderer gewiss gefällt – nicht aber dem Landschafts-Fotografen, der nur bei guter bzw. sehr guter Sicht zu DEN brillanten Ergebnissen kommt, für die er schließlich bekannt ist.

Als ich heute morgen gegen 9 Uhr vom Sport komme, sehe ich interessante Wolken über dem Meer. Die ersten Sonnenstrahlen werfen ein schönes Licht, ganz weich. Ich sofort rüber an den Strand:

Wenn mir in Fotos die visuelle Verbindung von Meer, Atmosphäre und Land gelingt, bin ich schon mal glücklich. Mein Glück steigert sich, als ich mir die vom Südsüdost-Wind gekämmte Brandung anschaue. Wunderschöne glatte Brecher laufen auf den Niedrigwasserstrand zu:

Als ich anfange, mich für dieses Wellenspiel zu interessieren, spielen die Wellen Schabernack mit mir, so will es mir scheinen. Offenbar wollen sie mir zeigen, was sie drauf haben:

Da flitzen zwei Sanderlinge vor eine brechende Welle – phantastisch:

… und eine Welle bricht vor meinen Augen in grandioser Weise:

56 Aufnahmen später hat das Theater ein Ende. Wolken ziehen heran, Hans geht nach Hause.

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