23. September: Eiskalter Morgen am Hochkalter (2.607 m)

Der erste Bus des Morgens transportiert uns von Berchtesgaden an den Hintersee zu Füßen des Hochkalters. Wir denken die ganze Zeit an den 24-jährigen Mann aus Niedersachsen, der sich am zurückliegenden Samstag im Schneesturm dort oben bei einem Sturz schwer verletzte. Mit zwei gebrochenen Armen schaffte er es noch, den Notdienst zu alarmieren, konnte jedoch seinen Standort nicht exakt genug angeben, so daß die über zweitägige Suche nach ihm, auch aufgrund des schlechten Wetters, ergebnislos blieb. Das wünscht man Keinem!

Die Temperatur heute früh liegt knapp über dem Gefrierpunkt, der See hat noch 13 Grad, deshalb dampft es ordentlich…

Unterhalb des Eisbergs (1.799 m) liegt der nette Ort Hintersee:

Auf der dortigen Promenade wärmt die doppelte Morgensonne bereits:

Von hier aus geht es auf Wanderung ins schattige und kalte Klausbachtal bis zum Grenzübergang „Hirschbichl“ nach Österreich. Ein spektakulärer Punkt ist die Hängebrücke über einen reißenden Strom. Hier donnerten im Jahr 1999 250.000 Kubikmeter Gestein zu Tal und zerstörten weite Teile des Waldes, die Durchgangsstraße und den Lauf des Flußes. Für die Wanderer wurde diese Brücke gebaut. Da freut sich der Blogger:

Im höheren Teil des Tales prunkt das Stadelhorn (2.286 m)…:

… und immer wieder faszinieren diese verwunschenen Bäume, die es sich auf teilweise tonnenschwerem Geröll regelrecht gemütlich gemacht haben:

Nach knapp drei Stunden passieren wir den Schlagbaum nach Österreich, einen der entzückendsten Grenzübergänge Europas, mit einem noch entzückenderen Wirtshaus gleich dahinter:

Einhundert Prozentig empfehlenswert: Der hausgebackene Zwetschgenkuchen mit Schlagobers auf der Terrasse des Hirschbichl in der Morgensonne nach einem anstrengenden Aufstieg zum Pass.

Und hier noch ein kleiner Tipp für das richtige Verhalten beim Aug‘ in Auge mit einer grimmigen Kuh:

Man/frau kann ja nie wissen! 😉

P.S.: Wir treffen heute keine einzige Menschenseele – bis ca. einen Kilometer vor unserem Ziel, als ein Bus mehrere Wanderer an der nahen Straße aussetzt.

 

 

 

 

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