10. – 15. März: Kampf ums Kliff

Ich habe mich fest gefressen. Und zwar so richtig. Es geht um ein Motiv am Roten Kliff, und die Zeit ist überreif: Ein Sturmtief nach dem nächsten fetzt über die Insel, und die Dünen sehen aus wie am Schöpfungstag. Für Mann und Material sind diese Einsätze im Dauer- Sandstrahlgebläse Hölle und Paradies zugleich, letzteres nur für den Erstgenannten. Gestern erwischt es mich richtig: Ich gehe beim Start in Westerland davon aus, dass der Regen durch ist, und bin schon windelweich, als ich das Kliff erreiche, darauf dann die Sand-Pannage:

Das Meer kocht. Fantastisch anzusehen, Atem – beraubend! Sylt im Urzustand, mehr geht nicht. Licht für Sekunden. Ich kämpfe wie eine Salzsäule, meine Position zu halten, einzelne Böen werfen mich trotzdem aus der Bahn:

Das wilde Wetter passt wie die Faust aufs Auge, denn am Donnerstag bin ich, bei etwas moderateren Verhältnissen, mit Lars unterwegs, um eine weitere Bildpaarung für unsere projektierte Ausstellung zu finden. Diese hier existiert ja schon:

Und wir werden belohnt, denn Bildideen sprudeln sowohl auf dem Kliff (siehe Titel), als auch beim Blick vom Strand her – wenngleich für mich das Licht noch mauert:

Wir freuen uns auf den warmen (und trockenen) Bus, als wir den Strand verlassen:

 

 

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