14. August – Nachtrag

Knallige Sonne, lauwarme Elbe und maritimes Technik – Theater…:

… vermögen schon vordergründig zu beeindrucken, weichen allerdings auch den Geist spürbar auf. Da kommt die Ausstellung von Peter Lindbergh im Museum für Kunst und Gewerbe genau richtig.

Nur wenige Jahre älter als ich, hat mich sein Schaffen von Anbeginn in den Bann gezogen, insbesondere nachdem ich eine recht intime Film-Doku über sein grundsätzlich freundschaftliches, gelegentlich sogar väterliches Verhältnis zu „seinen“ Models sah – inklusive seiner (meiner Ansicht nach) schönsten Bilder, die er neben der anstrengenden Produktionsarbeit von den Frauen machte. Ungeschminkt, überaus ungestellt – und zutiefst berührend. Von diesen Bildern hoffte ich in dieser Ausstellung noch mehr zu sehen, zumal er sie kurz vor seinem überraschenden Tod noch selbst kuratierte:

Aber auch wenn ich diesbezüglich nicht belohnt, sondern eher in vergeblicher Erwartung auch nur irgendeines zauberhaften Lächelns zurückgelassen, eher noch verstört wurde, trat ich nach gut einer Stunde mächtig angetörnt auf den Museumsvorplatz, angeregt für neue Foto-Unternehmungen, ob mit „warmem Humanismus“ oder auch nicht.

WAS(!) für ein beeindruckendes Gesicht, fotografiert von Peter Lindbergh. Auch dieses leider nur in ernster Version…

 

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