17. Februar: Besuch in der Federvieh-Favela „Nordmark“

Ja danke, beim Wetter hat sich keine Änderung ergeben, nur Eis und Schnee schmelzen bei 4 Grad und – eeendlich – Meeresluft aus dem Westen wie Teufel:

Gute Gelegenheit, der „Federvieh-Favela Nordmark“ einen Besuch abzustatten. Immerhin haben die Bewohner seit über 14 Tagen keinen Fuss mehr vor die Tür gesetzt. Nun tut sich etwas in Richtung Frühling, und heute früh um 6:30 Uhr zwitschert die erste Amsel ihr Frühlingslied. Betörend ist das, und mir ist immer schon aufgefallen, dass die Hühner derlei Laute auch vernehmen und dementsprechend „informiert“ in den Tag starten, wenn ihre Tür sich kurz nach Sonnenaufgang öffnet:

Die gefiederten Favela-Bewohner stehen touristischen Auftrieben durchaus skeptisch gegenüber…:

… und wissen, wie man, bzw. frau, sich derlei Zeitgenossen vom Leibe hält:

Ich allerdings bin willkommen, alleine weil ich dreimal täglich auf der Matte stehe und für vogelfreundliche Fütterung sorge… sowie die Hinterlassenschaften entsorge…

Und wo wir gerade beim Thema „Fütterung“ sind, heute gibt’s eines meiner portugiesischen Leibgerichte, nämlich „Arroz de Marisco“ (Meeresfrüchte-Reis) mit Safran-Reis und Koriander – zum Niederknien:

„Wenn Dunst und Nebel die Linse trüben,

und der Schnee schmilzt auf dem Mist,

schau‘ ich zu den Hühnern drüben

und esse, was auf dem Teller ist.“

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