2.April: Wo bin ich?

Foto: B. Wieda

Wir sagen „Und tschüß… Sylt!“:

Per Bahn & Bus erreichen wir nach einer guten Stunde das normalerweise recht quirlige LECK, welches sich an diesem Samstagvormittag noch ziemlich ruhig präsentiert. Hier beginnt unsere Pilgertour, wenngleich in umgekehrter Richtung als im Prospekt angeboten, sind wir doch geschlossen der Meinung, Pilgertouren haben sich gen Süden zu orientieren:

In der örtlichen St. Willehad – Kirche ist es noch ruhiger. An der seitlichen Empore finden wir dieses zeitgenössische Gemälde, das zwar – nach Matthäus 6, 6 und 9 ff. – einen im stillen Kämmerlein Betenden zeigt, vom allwissenden Gott bestrahlt…:

… uns allerdings auch an diesen so herrlich sonnigen Samstag erinnert, der uns zu dieser Wanderung aufs Festland gelockt hat. In Abweichung vom vorgegebenen Pilgerweg legen wir einen kurzen Schlenker durch den LANGENBERGER FORST, in dem sich einer der besterhaltenen Reststücke des einstigen OCHSENWEGES  ganz Schleswig-Holsteins findet (siehe auch den heutigen Titel):

Durch diese Furt wurden fast zwei Jahrhunderte lang hunderttausende von Ochsen getrieben (alle weiteren Interna bitte bei Wikipedia nachschauen!), deren Hufe das Landschaftsbild der Schleswig-Holsteinischen Geest nachhaltig verändert haben. Da begeistert sich der Geograph in mir… ebenso bei der Überquerung des KLINTUMER BERGS gleich im Anschluß, der uns Flachländern mit seinen 31 Metern Höhe schon schnappatmen lässt.

Deshalb kommt eine kräftigende Mittagsrast an der windgeschützten Südseite der Stedesander Kirche genau recht…:

… zumal wir hier auch ziemlich genau die Hälfte unserer Tagesetappe erreicht haben.

STEDESAND ist eines der typischen Geestranddörfer Nordfrieslands. Am Ortsausgang geht’s einige Meter hinab in die nach Westen angrenzende Marsch – im nachfolgenden Foto queren wir gerade die SOHOLMER AU:

Ziemlich genau 20 km absolvieren wir an diesem Tag bis nach LANGENHORN. Da haben wir uns ein Sportler-Abendessen verdient:

Großer Dank an Freundin Vera für die Zurverfügungstellung ihres Hauses – bei eigener Abwesenheit. So kann die Pilgertour morgen ohne Interruptus fortgeführt werden…

 

 

 

 

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