20. Juli: Wo bin ich?

Ich erreiche Friedrichstadt per Zug – planmäßig, erstaunlicherweise! – um 7: 38 Uhr und denke nur Eines: „Alles richtig gemacht, Hans!“ Es gibt nämlich nichts Schöneres, als Sylt an diesen durchgeknallten Hochsommertagen mit Verve zu verlassen – und sei es nur für einen kümmerlichen Tagestörn. Verkehrschaos und Shopping-Wahn adieu!

Es ist noch kühl, dabei jedoch windstill. Bis vor einer Stunde hat es im Eiderstedtˋschen noch geregnet, aber von Nordwesten her klar es auf. Wunderbar!

Nach nur wenigen Minuten habe ich Friedrichstadt bereits hinter mir gelassen. Über die weite Treene-Marsch hinweg sehe ich bereits den idyllisch am Geesthang gelegenen Ort Schwabstedt…:

… und bummelˋ über den Friedhof der dortigen Kirche, die immerhin zu den ältesten Nordfrieslands gehört:

Hier kommt kurz Jakobsweg-Stimmung auf. Sie fehlt mir schon, meine jährliche Auszeit auf dem Pilgerweg – in diesem Mai wäre die Portugiesische Wegstrecke von Porto nach Santiago dran gewesen…:

Ok, dann eben nächstes Jahr. Heute führt mich mein Weg nach Hude, wo mich die betagte Mutter einer guten Freundin bereits zum Frühstück in der Sonne erwartet:

Diese gute Freundin sehen wir hier:

Zu fünft radeln wir im Tagesverlauf eine größere Runde durch das östliche Eiderstedt: Witzwort, Uelvesbüll, Oldenswort und Hoyerswort heißen die Etappenorte, und bald nach 16 Uhr erreichen wir mit Tönning unser Ziel. Natürlich gibts die obligate Reifenpanne gratis dazu; da kommt man mal so richtig zur Ruhe:

Dort trennen sich unsere Wege. Die Freunde radeln über die Woche noch weiter. Und ich erreiche meinen Zug in Friedrichstadt um 17:18 Uhr, der mich zurück auf die Insel transportiert.

 

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