25. Juni: Sind wir denn alle nur Touristen auf/in dieser Welt?

Es gibt Blogleser, die versorgen mich stets und stetig mit den neuesten Meldungen aus der touristischen Welt. Zum Beispiel mit den wunderbaren Reiseteilen aus der FAZ. Da ich mit dem Lesen kaum hinterher komme, sind diese Teile – wie man sieht – gelegentlich schon etwas etwas älter :

Bevor ich den projektierten 11 Uhr – Eurocity nach Freiburg im Breisgau betrete, ist schon eine Menge geschehen: Regula ist Früh-Aufsteherin wie ich, und die Sonne hat den Horizont kaum überschritten, da vernehme ich bereits das Blubbern der Kaffeemaschine aus der nahen Küche. Sekunden später ziehen die unnachahmlichen Düfte einer „Wiener Mischung“ der allerfeinsten Provenienz durchs Schlüsselloch, und mir wird ganz schwummerig. Schon kommt die WhatsApp-Meldung, dass der Kaffee fertig sei – um 5:30 Uhr. Ich dachte bislang, so ginge es ausschließlich im Paradies zu!? Da lag ich wohl falsch.

Mit dem Kaffee bewaffnet, widme ich meine Aufmerksamkeit zunächst noch dem Blogbeitrag des Vortages, bevor wir eine kleine Morgenwanderung in noch angenehm kühler Luft unternehmen. Hier der Blick auf den Greifensee:

Regula macht nicht etwa auch „Fötilis“, sondern hält ihren Flugzeug-Tracker einer auf den Zürcher Flughafen anfliegenden Maschine entgegen. Ergebnis: Aus Singapur. Gut zu wissen. 😉

Wir stehen auf dem „Pfannenstiel“, einer gewaltigen Seiten-Endmoräne der letzten Eiszeit, deren Schmelzwässer den Zürcher See und den Greifensee aushobelten und dann mit Wasser füllten. Beeindruckend für einen Schleswig-Holsteiner, denn derart mächtige eiszeitliche Formen hat unser Inlandeis (leider) nicht hervorgebracht.

Um 9 Uhr gibt’s Frühstück auf der Terrasse. Man/frau beachte den Karton mit den „Luxemburgerlis“… :

Danach bratzen wir mit unseren eBikes zum Zürcher Bahnhof runter. Ne halbe Stunde ohne Treten macht auch mal Spaß…

In Freiburg angekommen, bretzelt die Sonne zwar gewaltig, aber die reichlich 30 Grados fallen kaum auf. Erstens habe ich auf der gesamten Tour bis Straßburg die Sonne im Rücken, und zweitens weht mir ein kräftiger Nordwind ins Gesicht, der für ausreichende Kühlung sorgt.

Am Kaiserstuhl vorbei, erreiche ich die Wiesenlandschaft der alten Rhein – Arme. Während die Dörfer in der Nachmittagsglut wie ausgestorben wirken, findet sich die örtliche Bevölkerung an meist gut versteckten Badestellen:

Nach ca. 50 Kilometern erreiche ich bei Wittenweier unseren Gevatter Rhein, der sich hier noch hinter dem hohen Deich (hinten rechts) verbirgt:

Nach dem Queren des Rheins komme ich, ca. 20 km vor Straßburg, auf französisches Staatsgebiet, ouioui. Gleich dahinter gehts auf asphaltierten ehemaligen Treidelwegen am  „Canal au Rhone à Rhin entlang,…:

… der mich sehr an den südfranzösischen Canal du Midi erinnert:

Dieser führt mich schnurgerade bis an den Rand der Straßburger Altstadt, die von dem gigantischen Münster dominiert wird:

Da es 18 Uhr ist, bimmeln mir die Glocken zum Geleit…

… in die nächste Guinness- Kneipe. DAS zischt, sage ich Euch, nach gut 92 Kilometern bei Bruthitze! Einfach wunderbar.

Kommentare (2)

  1. Peter Ave

    Ich hoffe du hast eins für mich mit getrunken

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