3. Juni: Von St. Peterzell nach St. Gallenkappel (25 km)

Was den Stempel in meinem Pilgerausweis angeht, herrscht im Landgasthof Schäfle  Selbstbedienung. Draußen schüttet es weiterhin, also steht als nächste Veranstaltung das Frühstück auf dem Programm:

Ich bin ganz offensichtlich der einzige Gast des Hauses. Bald setzt sich der Hotelchef an den Tisch hinten links und wir schnacken ein wenig. Was nicht ganz leicht ist: Er ist offenbar schwerhörig, und ich verstehe ihn – ebenso offenbar – nicht, wegen seiner gewöhnungsbedürftigen Appenzeller Mundart. Aber ich höre zumindest heraus, dass die Zeiten auch in der Schweiz schwerer werden, weil zum Einen viele Grundpreise steigen, während die Gäste preissensibler geworden sind. Überall das Gleiche.

Nach der zweiten Tasse Kaffee schaue ich mir nochmal das Regenradar an, und muss registrieren, dass ich noch bis zum frühen Nachmittag warten müsste, um einigermaßen trocken über den nächsten Hügel zu kommen.

Also breche ich um kurz nach 9 Uhr auf… „Tschüss St. Peterzell, war nett, Dich kennengelernt zu haben“:

Und das funkende und knallende Gewitter vom gestrigen Abend wird mir bleibend in Erinnerung bleiben. Hier der Temperatur- und Niederschlagsverlauf dieses Spektakels:

Später mehr…

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