9. Februar: Ein später Nachmittag am Watt

Der Dauerfrost zeigt sich am deutlichsten im Watt. An Prielrändern und Ufern schichten sich die Eisschollen zunehmend. Das sieht toll aus, ist aber eine Katastrophe für die auf dem Wattboden lebenden Organismen. So sehe ich hunderte von Austern im unmittelbaren Uferbereich, wo sie eigentlich nicht hingehören:

Wie kommen die dahin!? Das sieht man spätestens, wenn man sich die Eisschollen mal von beiden Seiten anguckt:

Das Meerwasser gefriert auch über den Austern- und Miesmuschelbänken und reisst die diese bei Flut einfach aus ihren Kolonien heraus… um dann Richtung Ufer zu driften. Auch Eisschollen, die bei Niedrigwasser mit dem Wattboden verfrieren, reissen diesen beim Aufdriften einfach heraus. Siehe die kleine Eisscholle oben links:

So schwierig solche Extremwetter für die Wattbewohner sind, so schön sind sie für den Wanderer:

Mehrmehrmeer:

Die Sonne ist gerade untergegangen, als ich Klappholttal erreiche. Schnell noch ein letztes Foto, dann ab nach Hause:

 

 

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