1. März: Herrlich, so ein Balkon…

… der schon morgens mit einem sonnenbeschienenen Tisch aufwartet, der nur noch mit Frühstücksutensilien bestückt werden muss.

Danach fahre ich mit dem Stadtbus in die Altstadt, was mit jeder Menge Lokalkolorit belohnt wird: Quirlige Schüler, streng schauende Geschäftsleute, Alte Damen in Shoppingstimmung, ab und zu mal ein Tourist (wie ich), und die allermeisten kennen sich, und die jeweiligen Fahrer sowieso. Ein überaus typische Szene erlebte ich gleich am ersten Tag: Ich hatte mir just eine Wochenkarte besorgt, um möglichst ohne ständiges Lösen von Fahrscheinen (was bei Überlandfahrten oft an einem Extra – Schalter zu geschehen hat, vor dem grundsätzlich eine lange Schlange steht) überall an der Algarve hinfahren zu können, die ich dem Stadtbusfahrer vorzeigte. Dieser schüttelt nur mit dem Kopf und fragt, woher ich DIE denn hätte, die würde in seinem Bus nicht gelten… ich bin derart perplex, dass ich meinen Unmut in einem Esperanto-Mix aus Portugiesisch, Englisch und Deutsch deutlich kundtue, was den Fahrer allerdings überhaupt nicht zu kratzen scheint. Während die Diskussion noch hin und her geht, zupft mich eine ca. 13 – jährige Schülerin am Ärmel und reicht mir ihre Mehrfahrtenkarte, die ich bitte nutzen soll. Was ich auch mache. Der Busfahrer ist zufrieden, und ich frage nun das Mädchen nach dem Fahrpreis, um ihr das Geld zu geben… was diese dankend ablehnt.

Kaum habe ich mich hingesetzt, spricht mich eine ältere Portugiesin um die 75 Jahre aus der Reihe gegenüber an, ob ich Engländer oder Deutscher sei. Nach Klärung meiner Nationalität erläutert sie mir in fließendem Deutsch, gemeinsam mit dem ständig dazwischen palavernden Fahrer, warum meine Karte in den Stadtbussen nicht gilt: Diese sind privatwirtschaftlich betrieben, aha. Und zählen nicht mit zu dem Verbund, die meine 7-Tages-Karte anbieten… desweiteren erfahre ich, dass die alte Dame 30 Jahre mit ihrem Mann in Deutschland gelebt hat, bis dieser unlängst verstarb, und sie sich nun häufiger mal Urlaube in ihrem Heimatland gönnt.

Großes Hallo heute, als ich in der Altstadt in den Bus springe und gleich angesprochen werde mit einem „Wir kennen uns…!“

Richtig gelesen! Ich hab’s bis zum Bus geschafft mit meinem verletzten Fuß, bin in die Altstadt gefahren und habe mir dort…:

… mit etwas Seelennahrung den Vormittag versüßt:

Der Rest des Tages steht unter dem Motto: Gnadenlose Schonung:

 

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