15./16. Mai: Wo bin ich?

Foto: Gunda N.

Die Insel erlebt seit Tagen einen Touristen-Tsunami. Und das Wetter ist grottig kalt und nass. Auch bei uns im Haus gibt’s viel Besuch:

Beste Voraussetzungen für einen kleinen Ausflug auf den Kontinent. Ich schnappe mir mein Fahrrad, lasse mich per Sylt Shuttle Plus nach Bredstedt transportieren, und ab geht’s in die Schleswig-Holsteinische Pampa:

Mein Fahrrad-Navi namens KOMOOT leistet mal wieder hervorragende Arbeit:

Mein Ziel heisst Schloss Gottorf in Schleswig, wo ich mir eine Ausstellung eines der zur Zeit wohl profiliertesten Maler Deutschlands anschauen möchte. Christopher Lehmpfuhls Spezialität ist das Malen mit den Händen. Ohne Pinsel, richtig. Vor der Natur, also nicht im Atelier. Und er liebt, wie ich, die eher raue Seite derselben. Das sieht dann so aus, dass er seine meist großen Leinwände anbinden muss, damit sie nicht wegfliegen, und es kleben am Ende diverse Kilos an Farben auf den Leinwänden, oft zentimeter-dick. Sehr fasziniert stehe ich mit einer Blog-Leserin vor einer 14 Meter langen Bildserie von der Berliner Schlossinsel…:

… bin einigermaßen ergriffen von seiner Darstellung der Ur – Natur Islands…:

… und hätte dieses Gemälde einer Japanischen Kirsche am liebsten gleich ins Reisegepäck genommen. Allerdings: Dieses Traum-Bild befindet sich bereits in Privatbesitz, und der Transport auf dem Fahrrad hätte auch zu Komplikationen geführt:

In höchstem Grade inspiriert von soviel „Dichte“ geht’s im Anschluß weiter nach Flensburg…:

… wo der erfüllte Tag mit einem Spargel-aus-Freienwill-Essen gekrönt wird:

Wunderbar. Und leider schon zuende.

Tipp: Unter www.christopherlehmpfuhl.de finden sich reichlich Informationen (incl. Videoclips) zu seinem Schaffen. Mit Sylt-Bildern! Siehe den heutigen Titel vom Morsum Kliff.

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