16. August: Wo bin ich? Bzw: Où suis-je?

Darüber könnt Ihr ja schon mal ein wenig nachdenken… ich sortiere derweil meine heutigen Reisefotos und reite hier gleichzeitig einen gewaltigen Gewitterschauer ab, der – glücklicherweise – erst begann, als ich mein Hotel in ….. erreicht hatte.

Heute morgen geht es in Altona früh los:

Es geht zunächst mal in Richtung Süden, sogar superpünktlich, bis… Frankfurt, ab dort ist mein Anschluss in Karlsruhe wegen einer gut 20-minütigen Verspätung in Gefahr:

Aber da sich der ICE von Stuttgart auch verspätet, steht der flotten Weiterfahrt nichts mehr im Wege:

Man/frau muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Für die über 400 Kilometer von Straßburg nach Paris benötigen die Züge deutlich weniger als zwei Stunden. Oder anders herum: Wenn dieser Zug die 240 km von Sylt nach Hamburg fahren würde, würde die Tour 45 Minuten(!) dauern. Sogar die 10-minütige Verspätung holt der noch auf, so daß ich den Pariser Gare de l‘Est tatsächlich um kurz nach 14:05 Uhr erreiche.

Der Zug ist proppevoll. Nach der Ankunft (siehe heutiger Titel) komme ich mir vor wie in der Central Station von Neu Dehli. Deshalb gehe ich vom Bahnhof direkt zum Canal Saint Martin, der sich wirklich nur zwei Steinwürfe entfernt Richtung Innenstadt schlängelt. Hier herrscht beschauliche Ruhe:

 

Auf der rechten Seite wird der Kanal von einer schmalen Straße begleitet, die in erster Linie Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Und keine Ecke ohne ein einladendes Terrassen-Bistrot:

So erreiche ich nach einer dreiviertel Stunde das MARAIS, mein Pariser Lieblingsviertel. Für Nachteulen wie mich (harhar) genau das richtige Viertel. Es ist warm (26 Grad) und zunehmend schwül. Dann beginnt urplötzlich ein sintflutartiger Regen und ein gewaltiges Gewitter, was ich mir – glücklicherweise – schon aus meinem trockenen Hotelzimmer direkt an der Metrostation St. Paul ansehen darf:

Das Zimmer ist eine oberschräge Nummer, und die schallisolierten Fenster werden für eine ungestörte Nachtruhe sorgen:

Morgen wird’s nun spannend. Gegen Mittag verlasse ich Paris wiederum per Hochgeschwindigkeitszug, und dann folgen noch zwei Stunden Busfahrt, bis ich auf meiner angepeilten Insel bin. Die Badehose liegt im Rucksack bereits obenauf!

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