3. März: Ein Zaubertag auf Amrum

Hier seht Ihr meine Lieblings-Fahrradstrecke auf Amrum: Den fast einen Kilometer langen Holzplankenweg zum Quermarkenfeuer. Fahrradfahren verboten natürlich, aber in der Morgen- oder Abenddämmerung ist da ohnehin kein Mensch auf dem abgelegenen Weg.

Vormittags laufe ich von Wittdün nach Norddorf – immer am Wattufer entlang. Die Sonne scheint, hunderte von Ringel- und Nonnengänsen fliegen in großen Trupps vorüber, irgendwo zilpt ein Kiebitz, und die Lerchen zwitschern. Wie Frühling!

Nachmittags zieht es mich aber wieder auf den Kniepsand:

So langsam werden die großen Wasserflächen, die der Sturm übrig liess,  flacher und kleiner. Aber sie bedecken immer noch weite Teile des gewaltigen Strandes. Mich interessieren die Dünenrelikte, die dem Sturm und dem Meer Trotzen konnten. Derart fertige (im Sinne von kaputte) Dünen habe ich bislang auch noch nicht gesehen:

Diese „Sandhaufen“, im Fachjargon „Sekundärdünen“ genannt, existieren ja nur, weil zum Einen Sand herangeweht wird, zum Anderen der Strandhafer diesen festhält. Nun aber hängt dieser echt in den Seilen, und es ist die Frage, ob er überlebt. Nur dann(!) hat die Düne eine Chance… ich werde mir das im Sommer nochmal ansehen…

Ein schöner Moment: Als ich durch eine der zerfledderten Dünenreste schaue, sehe ich Sylt! Die Hörnum Odde mit dem Leuchtturm, im Originalbild kann man nicht nur das Hotel Budersand, sondern rechterhand sogar noch das Kurzentrum in Westerland erkennen:

Ich lasse die Sonne sinken und beobachte – im Streiflicht – die wunderschönen Strukturen, die der Sturm in den Sand geblasen hat:

 

Dann der Höhepunkt, ein unvergleichlicher Sonnenuntergang hinter der windzerzausten Amrumer Dünenwelt:

hdr

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