4. Oktober: In der Gletschermühle von Cavaglio

Ihr wisst nicht, was eine Gletschermühle ist!? Dann lest zunächst einmal folgende Information:

Der Begriff „Gletschermühle“ ist tatsächlich inkorrekt, denn die eigentliche Mühle befand sich innerhalb des bis zu 800 Meter mächtigen Gletschers des Piz Palü, von senkrecht in Spalten herabfließenden Schmelzwässern gebildet. Was entstand, sind zahlreiche Gletscher- oder Strudeltöpfe, auf deren Grund sich immer ein oder mehrere große Findlinge finden (siehe Titelbild unten links):

Das Gletschertopf-Feld von Cavaglio ist wohl das beeindruckendste ganz Europas. Es wurde von Freiwilligen erst um die Jahrtausendwende ausgegraben… ja richtig, jeder Topf – immerhin bis zu 11,5 Meter tief, war gefüllt mit wassergesättigtem Humus, eher einem Topf-Sumpf, der komplett entfernt werden musste, um die Schönheit dieser von Wasser und Geröll aus dem kristallinen Gestein herausgefrästen Strukturen ans Licht (und vor unsere Augen) zu befördern… an manchen Stellen finden sich diverse Strudeltöpfe nebeneinander, die sogar in Verbindung stehen. Sozusagen die Schweizer Käse-Version:

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