Was tun!?

Mal rein philosphisch gesehen ahne ich bereits vor Tagesanbruch, dass heute  eine etwas reduzierte Wetterlage ansteht, die zu keinerlei übersteigerten Mutmaßungen Anlass gibt. Schweren Herzens gebongt.

Als ich etwas gequälten Schrittes gegen 10 Uhr das Haus verlasse, fängt es just an zu regnen. Die Stimmung am Strand ist dementsprechend:

Was soll ich tun!? Algen anstarren?

Sofort schwirrt der Geist von Siegward Sprotte um mich herum. Wie(!) zauberhaft kann doch das Detail sein! Ganz in der Anfangsphase meiner fotografischen Laufbahn, Ende der 1970er – ich besaß nur eine Minolta mit einem Makro-Objektiv – war es das Detail, das mir den Blick öffnete. Aber flugs in die Gegenwart zurück: Denn keine Sekunde später, ich kann gerade noch zur Seite springen, schiesst eine Welle heran – und das Foto ist Geschichte. Womit wir fast wieder bei der Philosophie wären.

Ich schlenderˋ vorbei am charmanten Schmutzwasserauslauf des Kurmittelhauses. Es fühlt sich an wie Rimini 1970/71 und riecht warm und chlorig:

Aber das Meer ist ja groß und weit. Hatte ich gerade vergessen:

Und schon spaziert ein stolzer Wellenreiter in die grimmigen Fluten:

Allˋ dieses soll schnell die ganze Welt erfahren:

Schlägt mir der graue Tag aufs Gemüt?

 

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