10. Mai: Unterwegs auf der Via Francigena…

Als altem Pilgerbruder ließ es mir keine Ruhe, dass die VIA FRANCIGENA direkt durch Aigle führt, als zentralster Punkt der 2.000 Kilometer langen Wegstrecke von CANTERBURY nach ROM. Dieser Weg existiert seit nachweislich über 1.000 Jahren, und führt zwischen AIGLE und dem 15 Kilometer entfernten BEX abwechselnd durch Wald und Weinberge… und 600 Höhenmeter rauf und runter.
So verlasse ich Aigle um Punkt 9 Uhr beim Läuten der Kirchenglocken, meine brasilianische Vermieterin ruft mir noch ein „Vai com deus!“ hinterher. Vorbei an der Burg…:

… geht es eine knappe Stunde bergan, vorbei an dem berühmtesten Weinberg des Ortes, dem AIGLE LES MURAILLES. Man beachte die kunstvoll in den Weinberg eingearbeitete Smaragdeidechse, seit über 100 Jahren das Wappentier des Weinguts Henri Badoux, das sich seitdem auch auf dem Etikett des Weines wiederfindet:

Ab und an tun sich wunderbare Weitblicke über das Rhonetal auf. Im Vordergrund der Ort OLLON:

Der Weg macht einen Schlenker bis hinüber zur Rhone (am Fusse der „Dents du Midi“), und führt mich bis zu meinem Ziel BEX:

Nachmittags will ich eigentlich mit dem Zug nach SION fahren, Rhoneaufwärts… entscheide mich aber spontan für die Gegenrichtung. So geht’s nochmals an den Genfer See, und zwar nach LAUSANNE:

Wie immer, laufen die Verbindungen wie am Schnürchen, vom Bahnhof Lausanne bin ich innerhalb von 5 Minuten mit einer führerlosen S-Bahn am See, anschließend schlender‘ ich ein Stündchen durch die Altstadt.

Etwas ganz Besonderes ist die Fahrt unmittelbar am Ufer des Sees im Licht des späten Nachmittags…:

… leider dauert es bis Aigle nur gerade mal eine gute halbe Stunde:

Dort angekommen, gönne ich mir einen AIGLE LES MURAILLES im Gutsausschank des Chateaus:

Schönes Leben, so als Rentner! Ich weiß es zu schätzen… „und Prost!“

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