18. August: Einfach mal die Welt erklären?

Foto: CvB

Immer gerne, deshalb bin ich ja Blogger geworden! Besonders gut geht das nach sechs superoberfrischen Austern und einem, äh, nein zwei Gläschen Muscadet dazu. Hier erkläre ich einem Noirmourtieranischen Autofahrer gerade den kürzesten Weg nach Sylt übrigens…

Nach dem verdienten Frühstück geht’s auf den örtlichen „Bazaar“ zum Mieten eines Fahrrads. Das gelingt, und mein erster Besuch gilt der „Plage des Dames“, selbstredend:

Herrliches Örtchen schon mal. Am eigentlichen Sandstrand mit den Umkleide- und Verstaukabinen sind noch keine Damen in Sicht…:

Dafür ist bald Hochwasser, und das Meer hat gerade die Felsen erreicht. Immerhin:

Holla, was ist denn daaa los, denke ich noch – da bin ich schon mittendrin: Für Franzosen gibt es keine schönere Urlaubsbeschäftigung als zu jagen oder zu angeln. Also töten und essen, mit anderen Worten. Auf einer früheren Tour erlebte ich mal, wie eine Überlandstraße mit quergestellten Autos blockiert war… weil sich dort hunderte von Weinbergschnecken auf dem warmen Asphalt tummelten. In diesem Fall sind ganze Familien hinter etwas anderem her:

Sieh‘ mal einer an:

Das sind nichts anderes als Stinte! Kein Wunder, daß die solch‘ einen Hype machen… ja, die Franzosen und das Essen, eine deutlich innigere Beziehung als bei uns in Deutschland. Man/frau schaue sich nur einmal den Ideenreichtum im Angebot dieses „Food Wohnwagens“ an:

Ich schaue dann noch beim „Schiffsfriedhof“ vorbei, der in den Touristenprospekten als Attraktion vermarktet wird…:

… und staune über die weiten, von der jüngsten Hitzewelle vollkommen zur Steppe mutierten Marschen, die von prallvoll mit Wasser gefüllten Gräben durchzogen werden, bis auch ich checke, daß das alles Salzwasser ist, von Menschenhand bis in die hintersten Winkel gelockt, um Salzgewinnung zu betreiben. Der Queller im Vordergrund, vom Salzstress rot gefärbt, verrät es:

Morgen sehen wir uns das näher an. Ich muss ohnehin noch ein paar Kilo Salz einkaufen:

Das wars für heute. Übrigens gibt sich das Wetter in diesen Tagen total Sylt-mäßig: Knapp über 20 Grad, 4 Windstärken aus westlicher Richtung, aber der kräftige Geruch nach Meeresalgen über der ganzen Insel lässt die Fremde erahnen, auch bei meinem spätnachmittäglichen Spaziergang durch den Hauptort:

 

 

 

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